Quy Nhơn – Tag 1

Wir haben nichts von unserer Reise vorher geplant. Wenn uns ein Ort gefallen hat sind wir geblieben, wenn nicht sind wir weiter. Nach unserer zwei Tages Tour zum Lake Lak sind wir nach Quy Nhơn, warum wir uns nicht für Nha Trang entschieden haben? Ich wollte eine Stadt ohne so viel Touristen Trubel und die bekam ich mit Quy Nhơn.

Quy Nhơn ist eine Küstenstadt und befindet sich etwa in der Mitte von Vietnam. Mit mehr als 250.000 Einwohnern ist es eine größere Stadt und hat nicht nur einen schönen Strand, sondern auch eine lichterfrohe Strandpromenade und breite Straßen. Englisch kann kaum einer, dafür hat unser Hotelbesitzer über die Funktion von Google, gesprochene Text direkt zu übersetzen, mit uns kommuniziert. Das hat erstaunlich gut geklappt.

Nachdem wir mitten in der Nacht angekommen waren haben wir morgens beschlossen einen Faulenzer Tag zu machen. Keine Tour, sondern einfach nur am Strand „Chillen“. Strand direkt war aber viel zu heiß. Nicht direkt am Strand, sondern über die Straße drüber waren einige Restaurants, die draußen über die Straße große Tücher zum Sonnenschutz gespannt hatten. Auch hier konnte niemand englisch, wir versuchten es mit ICETEA und was wir bekamen war der Knaller: Trà xanh Không Độ – Tan Doan Green Tea mit einem EIMER voller Eis! Bei der Hitze war das, dass beste was wir machen konnten: wir haben am Ende drei Stunden da gesessen immer wieder nachbestellt und einfach die Gelassenheit um uns herum genossen.

Icetea trinken in Quy Nhơn

Hier in Deutschland habe ich dann nachgelesen was wir genau bekommen haben und womit auf der Flasche geworben wird. Trà xanh Không Độ wird aus 100% reinen grünen Teeblättern gewonnen und enthält viele Nährstoffe, unteranderem hat das Getränk einen hohen Gehalt an EGCG um Stress, Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu verringern und die Wachsamkeit zu steigern. Die Teeblätter werden aus der Region Thai Nguyen oben im Norden gewonnen, wo eine Harmonie aus „Klima-Wetter-Boden“ bestehet, die den Grüntee-Feldern höchste Qualität verleiht. Und es stimmte, der Tea belebte uns und war sehr erfrischend und das einzige was wir an dem Mittag bei der Hitze zu uns genommen haben.

Trà xanh Không Độ Grüner Tee – Vietnamesisch

Gegen Nachmittag haben wir es dann noch geschafft einem kleinen mini Shopping Trip zum BIG C Supermarkt zumachen und dort Proviant für den nächsten Tag zu kaufen. Den Weg zurück zum Hotel sind wir am Strand entlanggelaufen. Nachmittags kommen hier die Einheimischen her und genießen das Wasser, machen Akrobatik und üben Flick Flack am Stand und bestaunen den schönen farbigen Sonnenuntergang. Hier hat mich ein junger Mann angesprochen mit einem außerordentlich gutem englisch. Er arbeitete in einem Hotel und konnte sogar ein paar wenige Worte auf Deutsch, die er mir Stolz vortrug: „Willkommen“, „Wie geht es dir?“, „Danke gut!“. Ich fand das sehr süß. Er hat sich erkundigt wie es uns hier gefällt und uns die Strandpromenade als Abendessen empfohlen, da wo wir mittags schon unseren Icetea getrunken haben. Dort wollten wie sowieso hin Essengehen also spazierten wir weiter, machten immer wieder kleine Zwischenstopps, weil es einfach so schön war Zeit an dem Strand zu verbringen.

Strand Quy Nhơn
Strand Quy Nhơn
Gespiegelter Sonnenuntergang Strand Quy Nhơn

Junge Vietnamesen beim Flick Flack üben am Strand:

 

Das Abendessen zu bestellen war allerdings schwieriger. Nichts war auf Englisch und wir konnten nur die wenigen Bilder bestellen. Da es aber ein Fisch Restaurant war zeigte ich auf einen Fisch. Mein Freund mag Fisch nicht besonders hatte aber die Möglichkeit Huhn zu bestellen. Während die Küche unser essen zubereitete kamen wir mit dem Nachbartisch ins „Gespräch“. Es war eine junge Familie mit einer kleinen Tochter von vielleicht einem Jahr. Die kleine stelle sich auf ihren Stuhl und drehte sich zu uns und sah uns mit großen Augen an. Wir winkten ihr zu da verstand sie, dass wir sie entdeckt hatten und machte sich hinter ihrer Stuhllehne ganz klein um sich zu verstecken, lunzte aber nach wenigen Sekunden wieder hervor. Die Eltern lachten mit uns, auch am Nachbartisch wiederholte sich das Schauspiel mit einem kleinen Jungen, der genauso neugierig war wie das kleine Mädchen. Der junge Vater nahm kurz darauf eine Schüssel, schöpfte etwas von seinem Essen ab und reichte es uns. Wir wussten damit aber nichts anzufangen, es waren Schneckenmuscheln in einer Suppe. Damit brachten wir wieder alle zum Lachen, als wir die Schneckenmuscheln mit Fragendem Blick ansahen und bedeuteten das wir nicht wissen wie man das aß. Der junge Mann zeigte es uns, man nahm sie aus der Suppe mit den Fingern heraus und saugte das Muschelfleisch aus dem Häuschen raus. Interessanter Geschmack aber wie viele muss man davon essen um satt zu werden? Es ist wohl eher eine Vorspeise.

Als mein Essen kam musste ich erstmal große Augen machen, mein Fisch war riesig! Bestimmt 40 cm lang und der ganz allein für mich? Wow. Mein Freund bekam dagegen nur eine kleine Schüssel hingestellt, mit Fleisch was zur hälfte aus gesplitterten Knochen bestand. Es war nicht sein Fall und er beschloss, dass die vietnamesische Küche ihm eher mundet, wenn es Nudelsuppe und Reis gibt. Ich dagegen war vollkommen glücklich mit meinem Fisch. In Mũi Né hatte ich auch schon so leckeren Fisch gegessen aber die waren dort etwas „kleiner“. Also Merke: wer Fisch bestellt sollte großen Hunger dabei haben in Vietnam, es wäre doch zu schade, wenn man ihn nicht schafft.

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