Vietnam – Tour Lắk Lake

Wie im Bericht von Dalat beschrieben haben wir uns an den folgenden Tagen gegen einen Guide entschieden. Deshalb fuhren wir an den folgenden zwei Tagen komplett allein. Zum Lắk Lake brauchten wir 7 Stunden. Die Route war nicht einfach und wir hatten auf unserem Weg mit Dreck, praller Sonne, Schlaglöchern, Schotterpisten und Regenfällen zu kämpfen. Die Route führte durch den Dschungel und war unglaublich schön. Uns tat zwar alles weh wir blieben aber trotzdem häufig stehen um Fotos zu machen und genossen die wunderschöne Aussicht. Als wir nach 7 Stunden am Lắk Lake ankamen dachten wir, wir hätten schon alles gesehen. Genau dann kam uns als Verkehrsteilnehmer ein Elefant entgegen und vorderte den ganzen Platz der Straße ein – egal wie kao man nach so einem Tag ist man staunt trotzdem über dieses Land. Belohnt wurden wir mit einem schicken schlichten Hotel direkt am See und einem farbenfrohen schönen Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang Lake Lak

An dem Abend gingen wir nach dem Essen noch am See spazieren und bestaunten ein Gewitter auf der anderen Seite des Sees. Dort konnten wir leuchtende Blitze im Nachthimmel bewundern, auf unserer Seite war kein einziger Regentropfen und gehört hat man es auch nicht, man konnte nur die grellen Lichter erkennen. Ein paar Schritte weiter saßen Jugendliche Vietnamesen am See und tranken, aßen und lachten zusammen. Als sie uns sahen winkten sie uns herbei und machten uns durch Handzeichen und ein paar wenige englische Worte deutlich, dass sie uns gerne etwas was von ihren Leckereien abgeben wollten. Es war unglaublich lustig, wir versuchten mit Sprachübersetzern zu kommunizieren und zu verstehen was sie und da gaben. Es war wohl ein Reisschnaps, den sie mit uns teilten und eine Art Dönerfleisch, so ähnlich schmeckte es zumindest. Sie aßen dazu Rau Thom was übersetzt Sauerampfer heißt. Sehr lecker! Ich finde es sowieso so toll, dass in Vietnam immer frische Kräuter zum Essen gereicht werden und dass es dort auch so eine tolle Vielfalt gibt! Nach mehreren Runden Schnaps und lustigen „Gesprächen“ verließen wir die angeheiterte gesellige Gruppe.

Gewitter Lake Lak

Am nächsten Morgen war ich früh um 5 wach und schnappte mir meine Kamera und flitzte raus um dem Sonnenaufgang über dem See zu bestaunen. Das Wasser glitzerte und es war schön zu hören, dass das ganze Dorf schon fleißig war. Der Lien Markt machte um 6 auf und ich konnte uns einen leckeren Proviant aus Obst und Gemüse einkaufen. Da wir an dem Tag nachmittags um 4 wieder in Dalat sein mussten, für unsere weitere Reise, fuhren wir schon um 8 wieder los. Ich kann aber nur empfehlen an dem Lắk Lake und der Umgebung ein paar Tage länger zu bleiben .

Lien Markt
Sonnenaufgang Lake Lak

Zurück hatten wir zunächst super Wetter und meint Freund fuhr zügig damit wir hinten raus genug Zeit hatten. Es ging Berg hoch und da wir zu große Genießer sind blieben wir immer wieder kurz stehen um Fotos zu machen. Als wir auf einer Brücke hielten um von dieser runter zu fotografieren ging unser Bike nicht mehr an. Shit. Pralle Sonne, links und rechts ging es Berg hoch kein Schatten in Sicht und das Bike will nicht angehen. Wir hielten einen Biker an. Er konnte kein Englisch verstand aber unser Problem. Auch er versuchte unser Bike zum laufen zu bekommen aber selbst der Kickstarter funktionierte nicht. Nach ein paar Minuten des probierens machte er ein Zeichen dafür, dass das Bike Tod sei. Na toll und nun? Er könne einen von uns in die nächste Stadt mitnehmen, soviel verstanden wir. Wir entschieden uns dagegen, trennen? Kommt gar nicht infrage. Wir schoben den Roller zum Fahrbahnrand und setzten uns unter einen Busch, der ein klein wenig Schatten spendete. Mein Freund versuchte das Hotel in Dalat zu erreichen wo wir das Bike gemietet hatten. Das Telefonat war kurz: Sie nahmen ab und legten direkt wieder auf. Toller Service! Daraufhin versuchte mein Freund es mit Internet im Dschungel um herauszufinden ob es sowas wie einen ADAC in Vietnam gibt. Fazit: Internet funktionierte – Sowas wie einen ADAC gibt es allerdings nicht. Ich versuchte derweil Autos anzuhalten und zu fragen ob irgendjemand zwei Plätze frei hätte. Aber alle Autos waren komplett überfüllt oder hatten allerhöchstens einen Platz fei. Als dann ein Geländewagen vorbei fuhr versuchte ich nochmal mein Glück. Die Insassen konnten Englisch und hatten sogar die Zeit auszusteigen und sich das Problem anzusehen. Mein Freund wollte gerade den Vorführer machen und zeigen, dass das Bike nicht funktionierte als er plötzlich doch anging! Ich war so unglaublich erleichtert, dass ich vor Glück weinen musste. Wir bedankten uns bei den Insassen auch wenn sie nur stehen geblieben und uns zugehört hatten und fuhren zügig weiter. Wir standen dort eine halbe Stunde und wussten jetzt, dass das Bike anscheinend überlastet war mit zwei Menschen und Berg hoch. Trotzdem mussten wir wieder stehen bleiben, zum einen um an unseren Proviant im Helmfach zu kommen und zum anderen um zu Tanken! Beim Stopp Nummer eins suchten wir uns extra in Schattenplätzchen und gaben dem Bike einen Moment zum Abkühlen, dieses Mal ließ er sich mit dem Kickstarter Starten. Beim Tanken hofften wir darauf uns nicht vor den ganzen Vietnamesen zu blamieren als die Ausländer, die kein Bike zum Starten bekommen, es war dann aber viel lustiger:

Mein Freund ist über 1,90 groß und fällt dadurch natürlich überall auf. An der Tankstelle kam prompt ein angeheiterter älterer Vietnamese zu meinem Freund, dieser war drei Köpfe kleiner wie er stellte sich neben ihn guckte hoch sagte irgendwas lachte herzlich und ging weiter. Wir mussten beide lachen, diese Menschen sind einfach toll. Und unsere Sorge mit dem Bike war nicht begründet, es startete als wäre nichts gewesen.

Dschungel Vietnam

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