Indisches Fladenbrot: Chapati, Puri oder Naan

In Indien gab es fast immer eine der indischen Fladenbrot Varianten: Chapati, Puri oder Naan. Ich möchte euch die Unterschiede erklären und natürlich verrate ich euch meine Rezepte aus erster Hand aus Indien:

Chapati / Roti

Chapati ist das am häufigsten gemacht Brot in ganz Indien. Es ist flockig und mild und passt wunderbar zu allen Gewürz- und Kräuterblüten des Hauptgerichts. Die Kunst, Rotis zuzubereiten, besteht darin, den Teig richtig zumachen und  perfekt runde Scheiben zu rollen, die geröstet werden können. Viele junge Mädchen in Indien, die erst sieben oder acht Jahre alt sind, beginnen in der Küche ihren Müttern helfen, indem sie Rotis machen. Ich habe gesehen, wie einige Mädchen sie gemacht haben und dort in Indien erzählt haben, dass die Rotis alle samt an nur einem Abend verputzt werden!

Achtung: Kein normales Weizenmehl verwenden!

Reszept: Chapati

Zutaten
450 g Vollkornmehl oder Atta
2 TL Sonnenblumenöl
lauwarmes Wasser
Ghee zum Bestreichen nach Belieben

  1. Das Mehl mit dem Öl in einer Schüssel vermengen. Benutzen Sie ihre Finger um einen geschmeidigen Teig mit warmem Wasser zu mischen. Den Teig am besten 5 – 15 Minuten lang in einer Küchenmaschine oder per Hand durchkneten, je mehr Sie den Teig kneten um so weicher werden die Rotis.
  2. Teilen Sie den Teig in Portionen von der Größe einer Limette. Mit Mehl bestreichen, zu einem Ball in der Handfläche formen und leicht abflachen.
  3. Die Arbeitsfläche, falls erforderlich mit Mehl betäuben und den Teig zu flachen Scheiben mit 10 cm Durchmesser ausrollen.
  4. Eine Pfanne ohne Fett stark erhitzen, das erste Brot einlegen und auf beiden Seiten braten (insgesamt 1-2 Minuten), bis die Flade die typischen braunen Flecken bekommt. Dabei immer wieder mit einem Bratenwender oder einem Küchentuch andrücken, damit das Brot Blasen wirft.
  5. Entfernen Sie die Roti aus der Pfanne und beschmieren Sie sie mit Ghee oder Öl. Halten Sie sie warm, z.B. in Alufolie gehüllt.

Puri – Aufgeblähtes fritiertes Fladenbrot

Puri (eng. Poories) sind frittiert und daher reich an Geschmack (und Kalorien!). Sie werden bei Hochzeitsfesten oder Banketts gereicht und sind manchmal mit Gewürzen und Kräutern aromatisiert oder gefüllt. Sie werden oft mit frischem Magopüree serviert oder zu einem auf Joghurt basiertem Pudding namens Shrikhand und das ist in Indien ziemlich üblich – in einer traditionellen Mahlzeit ist die Süße immer ein Teil einer Hauptmahlzeit.

Reszept: Puri

Zutaten
300 g Vollkornmehl und etwas zum betäuben
Sonnenblumenöl zum frittieren
150 ml lauwarmes Wasser

  1. Miche das Mehl, 1 EL Öl und das warme Wasser zu einem steifen Teig. Je nach Qualität des Mehls benötigen Sie möglicherweise etwas weniger oder mehr Wasser als die angegebene Menge. Teilen Sie den Teig in gleichgroße Bälle in der der Größe einer großen Kirsche. Schmiere deine Handflächen mit Öl ein und glätte jeden Ball.
  2. Erhitze das Öl in einer tiefen Frittierpfanne. Rolle jeden Teigball, auf einer bemehlten Arbeitsfläche, in flache Scheiben mit 2 cm Durchmesser.
  3.  Setze die Scheibe vorsichtig in das heiße Öl und drücke sie mit der Rückseite eines Schaumlöffels nach unten, bis sie aufgebläht und golden ist. Umdrehen und eine weitere Minute braten. Es bläht nur auf, wenn das Öl heiß genug ist und die Scheibe eingetaucht ist. Mit einem Schaumlöffel ausheben und auf saugfähigem Papier abtropfen lassen.

 

Naan – Glutenfrei

Der Hauptunterschied zu anderen Fladenbroten, wie Chapati oder Puri, sind die Teigzutaten: Naan wird aus gesäuertem Teig hergestellt. Joghurt und Hefe sind typische Zutaten, die für den Teig verwendet werden. Naan lässt sich schnell und leicht selbst herstellen und schmeckt hervoragend!

Zutaten
400 g Reismehl
1 Pck. Trockenhefe
1 Prise Natron oder ½ TL Backpulver ( glutenfrei )
1 EL Salz 1 TL Zucker
200 g griechischer Joghurt
1 EL Apfelessig
10 g gemahlene Flohsamenschalen
ca. 100 ml warme Milch
Koriander frische
4 Knoblauchzehen gerieben
etwas Olivenöl

  1. Flohsamenschalen mit ca. 150 ml warmem Wasser klumpenfrei zusammen mischen und ca. 5-10 min quellen lassen.
  2. Reismehl, Salz, Trockenhefe, Zucker  und Natron oder Backpulver  zusammen mengen , Joghurt, Apfelessig, warme Milch, Flohsamen-Gelee dazu geben und alles gut verkneten. Zugedeckt ca. 2 Stunden ruhen lassen.
  3. Den Teig mit Olivenöl ein wenig beträufen. Die Hände einölen und den Teig nochmal kurz durch kneten. Aus dem Teig 6 gleiche Kugeln formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche oval mit den Händen formen.
  4. Knoblauch schälen und reiben. Koriander fein hacken. Auf jedes Naan Knoblauch und Koriander verteilen.
  5. Nun die Fladen auf einer beschichteten Pfanne ohne Öl auf einer Seite goldbraun braten, danach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

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