Mũi Né – Teil 1

Von Saigon ging es nach Mũi Né mit dem Bus. Ich hatte einen Abend zuvor das Hotel reserviert. Mũi Né erstreckt sich sehr in die Länge. Es ist quasi nur eine Straße an der Küste direkt entlang, von Phú Thủy nach Mũi Né. Wenn man von Phú Thủy nach Mũi Né fährt wird man zunächst von vielen modernen schicken und sehr großen Hotels empfangen. Auf der Straße dazwischen sind viele kleinere Hotels und Resorts direkt am Wasser. Außerdem ist die Straße gesäumt von kleinen Supermärkten, vielen Restaurants mit lebenden Fischen davor und Souvenirshops. Im letzten drittel der Straße fließt der Fairy Stream entlang, ein Fluss der durch wandert werden kann mit einem Wasserfall am Ende – dazu gleich mehr. Am Ende der Straße ist der Fishing Harbour von Mũi Né und dahinter mündet die Straße in dem Oldtown von Mũi Né.

Phan Thiet Karte

Ich habe unser Hotel so gewählt, dass wir fast in der Mitte von allem sind. Das Hotel war schlicht, nicht direkt am Strand, sondern auf der anderen Straßenseite aber sehr schickt. Der Besitzer war sehr freundlich und immer für ein Gespräch zu haben.

Mũi Né Strand
Mũi Né Strand

Am ersten Abend sind wir die Straße Richtung Phú Thủy entlang gelaufen um ein nettes Restaurant zum Abendessen zu finden. An einer Stelle ich eine Ansammlung von mehreren kleinen Restaurants. Jede mini Küche hat ihre eigene Speisekarte, du entscheidest ob du Lust auf frischen Fisch, indisch, Fast Food oder was auch immer hast. Mein Freund entschied sich für die Ente, ich für einen Fisch. Mein Fisch war super lecker! Er wurde auch sehr ansprechend serviert:

Mũi Né frischer Fisch

Die Ente wurde in Stücke zerhauen – samt Knochen. Wir lernten, dass es so üblich ist das Essen zu servieren. Das Problem ist, dass die Knochen splittern und so kein angenehmer Essensgenuss sich einstellen kann.

Nachdem Essen sind wir noch weiter spaziert bevor wir uns auf den Rückweg zum Hotel gemacht haben. Da ich gerne frisches Obst zum Frühstück essen wollte hielt ich Ausschau nach einem Obststand, die es dort auch alle 100 Meter gab. Es war allerdings spät abends und deshalb hatten einige schon zu gemacht. Gegenüber von unserem Hotel hatte ich noch Glück! Dort war ein Restaurant welches auch Obst verkaufte. So kam ich noch an eine leckere Drachenfrucht für das Frühstück.

Mũi Né Night life
Mũi Né Night life
Mũi Né Night life

Am nächsten Morgen war ich wie so oft vor meinem Freund wach. Ich bin eine Lärche – er ist eine Eule. 😊 Ich wollte ihm eine Freude machen und bin deshalb raus auf die Straße um ein leckeres Frühstück für ihn zu finden. Ich ging wieder zu dem Restaurant wo ich den Abend zuvor auch die Drachenfrucht gekauft hatte. Die Besitzer sprachen kein Englisch und deshalb war es schwierig ihnen zu erklären, dass ich nicht direkt bei ihnen frühstücken, sondern das Frühstück „To Go“ mitnehmen wollte. Ich zeigte auf die Karte und machte dann mit zwei Fingern „lauf Bewegungen“ in Richtung unseres Hotels. Das verstanden sie und meinten, dass ich mich setzten sollte. Ein Mann der Steinalt aussah – wahrscheinlich der Vater des Besitzers – setzte sich neben mich. Er lache und erzählte irgendwas, ich verstand genauso wenig von ihm wie er von mir und wir lachten beide. Er zeigte mit seinen Fingern eine 94zig und deutete auf sich. Wow! Der Mann war wirklich alt! Ich machte es ihm nach und Symbolisierte eine 25zig. Wir lachten wieder beide. Dann bot er mir eine Zigarette an, die ich dankend ablehnte. Neben an war ein Massage- und Nagelstudio, wahrscheinlich auch vom Familien Business. Der Alte deutete mit seinen Händen eine Massage an und lachte. Ich deutete mit meinen Fingern ein „sehr gut“ an – ich nahm mir vor hier mit meinem Freund nachher her zu kommen zum Massieren. Kurz darauf war mein Essen fertig. Ich nahm noch eine Kokosnuss mit und ging rüber zu meinem Liebsten um ein Frühstück im Bett mit ihm zu genießen.

Restaurant gegenüber von unserem Hotel
Restaurant gegenüber von unserem Hotel
Der 94. Jährige Mann und sie super leckeren Kokosnüsse
Schöne Blume beim Restaurant.

Die einzige Attraktion, die direkt neben unserem Hotel war ist der Fairy Stream (Suoi Tien). Nachdem Frühstück sind wir los spaziert. Gleich am Anfang haben wir unsere Schuhe ausgezogen um durch den feinen Flusssand zu laufen. Mũi Né ist auch bekannt für seine weißen und roten Sanddünen. Um das Flussbett herum könnten wir schon die roten Sanddünen sehen. Wir sind neben dem Fluss an einer Stelle Hoch geklettert um den Fluss und das Tal von oberhalb zu bewundern. Der Sand war sehr heiß und wir konnten nicht lange an einer Stelle stehen. Unter dem Schatten von einem Baum machten wir deshalb eine kleine Pause. Bewundert kurz mit uns den wunderschönen Blick den wir von dort oben hatten:

Fairy Stream – Mũi Né
Fairy Stream – Mũi Né

Wieder unten im Fluss wurden wir umsäumt von hohem weißen und rötlichem Sandgestein. Weiter dem Fluss entlang waren kleine Restaurants, die einen mit leckeren Kokosnüssen versorgten. Wir ließen uns bei einer kleinen Vietnamesin nieder und machten unsere Kokosnusspause bei ihr. Während wir die leckere Kokosnuss tranken schlug kein Meter weiter eine Kokosnuss in den Boden ein. Wir mussten lachen, denn die Vietnamesin sammelte die Kokosnuss auf als wäre nichts gewesen. Passiert zu oft am Tag – für uns war es das erste Mal und wir erkannten, dass die Regenschirme nicht nur gegen Regen schützten sollten.

Ich im Fairy Stream
Fairy Stream – Mũi Né
Fairy Stream – Mũi Né
Fairy Stream – Mũi Né
Fairy Stream – Mũi Né
Fairy Stream – Mũi Né
Fairy Stream – Mũi Né
Fairy Stream – Mũi Né

Wir liefen weiter nachhinten und es dauerte nicht mehr lang bis wir zu dem Wasserfall kamen. Die meisten Menschen machten nur ein Selfie und gingen dann wieder zurück. Wir blieben einen Moment länger und nahmen uns Zeit die Schönheit von dem Ort aufzunehmen.

Fairy Stream – Mũi Né – Wasserfall

Wenige Meter vor dem Wasserfall konnten wir nach oben steigen und von oben auf den Wasserfall hinunterschauen. Das machten nur sehr wenige deshalb waren wir dort oben allein. Hier haben wir ein kleines Paradies gefunden. Ein altes Backpacker Hostel oder Restaurant – unbewohnt. Über dem kleinen Fluss hing eine Schaukel aus einem alten Reifen, auf die setzte sich mein lieber Freund und wurde noch mal zum Kind.

Fairy Stream – Mũi Né -links die Reifenschaukel

Plötzlich kamen, ein Stück weiter Flusshinauf, eine Kuhherde über den Fluss gelaufen. Das war schön anzusehen! Wie sie über den Fluss sprangen und dann weiterliefen oder Halt machten tranken und am Rand grasten! Die Kuhherde wurde von einem Vietnamesen angetrieben. Manche der Kühe waren aber sehr eigenwillig! Da musste ich lachen. Die eine ließ er am Ende einfach stehen, wohlwissend, dass sie folgen wird. Wie schön war es zu sehen, dass das Tier nicht einfach so stehen geblieben war. Es hatte noch auf andere Tiere gewartet. Gemeinsam trotteten sie den Anderen hinterher.

Fairy Stream – Mũi Né – Kuhherde
Fairy Stream – Mũi Né – Kuhherde

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