Schöne Haut, Haare und Nägel

Wer wünscht sich auch eine glatte, geschmeidige und samtige Haut? Kraftvolle glänzende Haare? Und starke schöne Nägel? Da rufe ich ganz laut: ICH!!! Langezeit hatte ich das Problem, dass meine Haare ab einer gewissen Länge spröde wurden, meine Fingernägel einrissen und abbrachen und meine Haut vor allem im Winter trocken war. Ich probierte Cremes und Kieselerde aus. Variierte die Temperatur beim Duschen. Föhnte mir nicht die Haare und benutzte verschiedene Haar-Repair-Spülungen. Es half alles nichts.

Jetzt habe ich lange schöne Haare, die mir fast um Po reichen, Fingernägel, die ich feilen muss, weil sie so lang sind und eine schöne weiche Haut ohne trockene Stellen. Wie habe ich das gemacht? Ich habe angefangen Aminosshakes täglich zu trinken und supplementiere seit einiger Zeit Vitamin E, Vitamin D und Omega 3. Wie ich darauf kam möchte ich euch nachfolgend näherbringen.

Ich habe mir diese simplen Fragen gestellt:

  1. Woraus bestehen Fingernägel? Antwort: Fingernägel bestehen aus Aminosäuren.
  2. Woraus bestehen Haare? Antwort: Haare bestehen aus Aminosäuren.
  3. Woraus besteht die Haut? Antwort: richtig – Aminosäuren

Viele denken, dass wenn die Haare ausfallen die Hormone daran schuld wären. Typisch bei den Wechseljahren oder den androgenen Haarausfall, der so typisch schon bei jungen Männern ist. Aber hat schon jemals sich ganz simpel gefragt woraus die Haare bestehen? Hier die genaue Antwort: Das Haar besteht zu 45% Kohlenstoff (C), 28% Sauerstoff (O), 15% Stickstoff (N), 7% Wasserstoff (H) und zu 5% aus Schwefel (S).

Besonders schwefelhaltige Aminosäuren sind so also wichtig für kräftige, gesunde Haare: Stickstoff wird nur durch Aminosäuren aufgenommen (Kohlenhydrate und Fette enthalten keinen Stickstoff), für die körpereigene Schwefelversorgung sind schwefelhaltige Aminosäuren Cystein und Methionin deshalb besonders wichtig.

L-Cystein

L-Cystein ist integraler Baustein des Keratins, der Haarbausteine. Verschiedene Studien, bei denen neben B-Vitaminen auch L-Cystein eingenommen worden sind, führten zu einer signifikanten Verbesserung androgenetisch bedingten Haarausfalls. Außerdem hilft L-Cystein bei der Produktion von Collagen und unterstützt die Spannkraft und Struktur der Haut. L-Cystein beschleunigt auch den Heilungsprozess der Organe nach Operationen oder bei Verbrennungen. Es stärkt das Bindegewebe und steigert die Festigkeit des Bindegewebes über die Bildung von Schwefelbrücken.

Aus L-Cystein bildet der Körper gemeinsam mit den Aminosäuren L-Glycin und Glutamin das starke Antioxidans L-Glutathion, welches auch die empfindlichen Haarwurzeln vor oxidativem Stress schützen kann.

L-Methionin

L-Methionin ist die zweite, neben L-Cystein wichtige Aminosäure für die Bildung gesunder Haut und Haare. Methionin ist ebenfalls sehr schwefelhaltig und wie L-Cystein essentiell für den Aufbau von Prokollagen notwendig. Ein L-Methionin Mangel kann zu verminderter Haarbildung führen.

L-Lysin

Auch die Aminosäure L-Lysin hat eine große Bedeutung, sie regt die Kollagensynthese an und trägt somit zu einer Verbesserung von Reparaturmechanismen bei. Des Weiteren benötigen die Haarwurzeln die essentielle Aminosäure für die Sicherung ihrer Funktionalität.

L-Arginin

L-Arginin kann die Durchblutung im feinen Hautgewebe fördern und so gewährleisten, dass die Haarwurzeln besser mit Mikronährstoffen versorgt werden. Arginin unterstützt zudem das Immunsystem und kann so helfen, krankheitsbedingten Haarausfall vorzubeugen.

Vitamin E

Auch Vitamin E hat einen wesentlichen Anteil an der Gesunderhaltung der Haare, da es die Durchblutung der Kopfhaut fördert und somit die Verankerung der Haare festigt. Des Weiteren wird es für die Synthese verschiedener für die Haare wichtiger Nährstoffe benötigt und ist somit für eine gesunde Behaarung unerlässlich. Vor allem der Haarausfall nach einer erfolgten Strahlentherapie zur Heilung von Krebserkrankungen kann gut mit einer entsprechenden Vitamin-E-Supplementierung behandelt werden.

Auch der Einfluss auf die Haut muss betont werden: Ein gesunder Vitamin-E-Pegel hilft, die Haut zu straffen und schenkt ein frisches, jüngeres Aussehen. Dies gelingt gleich doppelt so gut, weil Vitamin E auch den Gehalt an Kollagen in der Haut erhöht. Wunden heilen schneller, da sich rasch neue Zellen bilden können, ohne dass sie von freien Radikalen angegriffen werden. Natürlich schützt Vitamin E die Haut auch vor der Sonne – sowohl innerlich als auch äußerlich. Letzteres wenn es in Form von natürlichen Vitamin-E-reichen Ölen und Fetten auf die Haut aufgetragen wird (z. B. Olivenöl oder Kokosöl).

Auch hört man öfter, dass durch Vitamin E Narben auf der Haut gemindert werden oder gar ganz verschwinden. Dazu wird es in Form von Vitamin-E-reichen Ölen am besten kurz nach der Bildung der Narbe auf die saubere Haut aufgetragen. Dies wird am besten jeden Abend aufgetragen, damit das Öl über Nacht einwirken kann.

Wer selbst eine Creme anrühren möchte hat hier ein bewehrtes Rezept:

  • ¼ Tasse Kokosnussöl
  • ¼ Tasse Kokosnussbutter
  • ¼ Tasse Shea Butter
  • Etwas Aloe Vera
  • 1 EL Avocado Öl
  • Mehrere Tropfen Vitamin E
  • Einige Tropfen Lavendel

Zubereitung:

Alles in einem Topf bei sehr geringer Hitze langsam schmelzen und gut verrühren. In einem Behälter deiner Wahl umfüllen und abkühlen lassen. Täglich die betroffenen Stellen gut einmassieren. Hilft bei Dehnungsstreifen und Narben.

Omega 3

Omega 3 ist nicht nur für die Haut und Haare enorm wichtig, die Wirksamkeit bezieht sich auf den ganzen Organismus, einschließlich des Stoffwechsels eines menschlichen Körpers. Beispielsweise ist dünner werdendes Haar ein Hauptsymptom für einen Vitamin D Mangel. Dieses wichtige Vitamin wird vom Körper mittels Omega 3 Fettsäuren und dem Sonnenlicht hergestellt.

Vitamin D

Nach Angaben der University of California, kann ein hoher Vitamin D Wert Haarausfall vermeiden. Der Haarfollikelzyklus wird durch drei Phasen geprägt: Anagen-Phase (das Haar wächst), KatagenPhase (das Haarwachstum hört auf) und Telogenphase (das Haar stirbt). Liegt ein Vitamin D Mangel vor, wird der Haarfollikelzyklus verändert oder unterbrochen. So kann sich eine Phase verlängern oder auch drastisch verkürzen und zu Haarausfall führen.

 

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