Hạ Long Bucht – Teil 1

Unsere letzte Etappe haben wir in Hội An in unserem Hotel geplant. Wir wollten unbedingt noch in die Sagen umwobene Hạ Long Bucht. Uns wurde geraten, dass man selbst in der Nebensaison seinen Aufenthalt in der Bucht frühzeitig planen sollte. Unsere Hotelbesitzerin bestätigte diese Vermutung. Das erste Schiff – ein drei Sterne Schiff war ausgebucht. Das zweite war ein vier Sterne Schiff und es war noch für zwei Person verfügbar. Nun die Frage: eine ein Tages- oder zwei Tagestour mit Übernachtung? Wir entschieden uns für zwei Tage. Der Plan war nun wie folgt: wir würden von Hội An nach Hanoi fahren dort eine Nacht bleiben und am nächsten Morgen von einem Reisebus abgeholt werden. Dieser Bus würde uns nach Hạ Long bringen wo wir die wunderschöne Halong-Bucht bei einer zweitägigen Rundfahrt erkunden könnten. Inbegriffen war in dem Preis, der Shuttle Service von und nach Hanoi, Kajaken und schwimmen in der Bucht, Frühstück, Mittag- und Abendessen. Außerdem besuchten wir die Halong Pearl Farm und die „Sung Sot Cave“, eine spektakuläre Höhle aber dazu im Teil 2 mehr.

Wir bekamen einen Tagesablauf vorab per Email zugesendet: anhand dieses Ablaufs möchte ich euch unsere Erlebnisse erzählen:

Erster Tag: Hanoi – Halong Bucht – auf ROSA Cruise

Ab 07: 30 setzten wir uns in unsere Hotelhalle da es hieß, dass man zwischen 07:30 – 08:30 Uhr von einem Reiseleiter abgeholt wird. Um 08:45 war es dann soweit, der Bus samt Reiseleiter kam und holte uns aus der Altstadt von Hanoi ab. Die Fahrt nach Halong Bay dauerte 3,5 Stunden. Der Reiseleiter erzählte uns die ersten 20 Minuten etwas über Vietnam und die Bucht und machte Witze, die nicht wirklich lustig waren aber er gab sich Mühe und war ansonsten ein netter Kerl, der sein bestes gab.

In der Provinz Hai Duong machten wir 20 Minuten lang Pause, es entpuppte sich als eine Art Touristenattraktion. Wir fanden den Ort zunächst sehr interessant. Es gab viele Souvenirs und schöne Kunstwerke. Aber schnell wurde uns klar, dass die Preise mehr als doppelt so hoch sind wie normalerweise. Also eine absolute Touristenfalle!

Nachdem wir eine Kleinigkeit gesnackt hatten ging es weiter. Gegen 12: 30: kamen wir am Hafen von Tuan Chau an und konnten ca. 20 Minuten später auf das Schiff – die Rosa Cruise. Wir bekamen eine kurze Einweisung und wurden dann Zimmern zugeteilt. Uns wurde ein Zimmer auf dem mittleren Deck zugeteilt. Es hatte ein eigenes Bad und ein großes Bett mit einem riesigen Fenster nach draußen.

Gegen 13 Uhr gab es ein vietnamesisches Essen mit Meeresfrüchten und vegetarisches Mittagessen. Jedem Tisch wurden Essenplatten zugeteilt, wenn ein Tisch mehrere Herren hatte, die gut aßen bekam der Tisch nicht mehr zu essen. Wir beschwerten uns deshalb, denn man durfte auch nichts zu trinken und zu essen mit an Bord nehmen. 4 Sterne hatten wir uns anders vorgestellt…

Während des Essens fuhr das Schiff schon los und wir konnten durch die großen Fenster rings herum die Landschaft bewundern. Danach setzten mein Freund und ich uns ganz nach vorne. Wir knipsten die schöne Landschaft und genossen die Fahrt.

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Halong Bucht
Halong Bucht – 4 Sterne Schiff
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Wir konnten Fischerbote bei der Arbeit beobachten und Greiffögel wie sie aus dem Wasser Fische jagten.

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

Nachmittags kamen wir in den Tung Gau Bereich. Hier besuchten wir das Halong Pearl Farm Village und bekamen eine Führung durch die Farm. Am Ende hätte man überteuerte Perlen erwerben können.

Danach wurden wir zur anderen Seite des Tung Gau Bereichs gefahren wo eine Plattform mit Kajaks stand. Wir befürchteten schon das schlimmste und wollten erst auf dem Schiff bleiben. Denn unsere erste Kajak Erfahrung war nicht überzeugend gewesen.

In Dalat hatte uns ein Easy Rider angesprochen, der uns erzählt hatte, dass er mit uns zum Lake Lak fahren würde. Dort am Lake Lak könne man auch Kajaken. Wir waren alleine (ohne den Easy Rider) mit dem Motorrad zum Lake Lak gefahren und sind abends angekommen. Direkt vor dem Hotel als wir ankamen sind zwei Gruppen in Kajaks gesetzt worden und auf den See geschwommen. Sie haben die Kajaks aber nicht selber geführt, sind nur ca. 15 Meter weit auf den See gefahren und schon nach 10 Minuten wieder aus dem Wasser raus. Deshalb waren wir so voreingenommen …

Doch in der Halong Bucht dachten wir uns: Kajaken ist inbegriffen, auch wenn es am Ende nur 10 Minuten sind, es sind 10 Minuten, die wir nicht auf dem Schiff sind. Also los!

Das erste Positive war, dass wir zu zwei in ein Kajak gesetzt wurden. Das zweite Positive war, dass uns der Mann sagte: „in 30 Minuten seid ihr wieder zurück!“. Mein Freund erwiderte: „Wir haben aber gar keine Uhr“. Da sagte der Vietnamese: „dann fahrt bis nach da vorne und kommt wieder zurück“. Gesagt getan und los gings! Wir paddelten an den Felsen entlang. Es war spektakulär! So nah an den Felsen! Wir konnten in kleinere Höhlen hineinfahren und die Felsformationen aus nächster Nähe beobachten. Als wir an der besagten Ecke ankamen, dachten wir uns noch ein Stückchen und wir waren nicht die Einzigen, die so dachten. Auf unserem Schiff waren Amerikaner und einige Inder, die fast zur selben Zeit mit uns aufs Kajak gegangen waren. Mein Freund und ich wussten, dass wir sowieso nicht mit dem Schiff losfahren bevor alle anderen aufs Schiff wieder zurückgekehrt sind.

Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht
Halong Bucht

De Inder fuhren hinter die nächste Felsformation und wir dachten uns: dass was die können, können wir auch und fuhren hinter her. Hinter dieser Felsformation hatte man keinen Blick mehr auf die Schiffe und war durch die Felsen sehr abgeschirmt. Links und Rechts gingen sie nach oben und bildeten eine Schlucht. Die Inder und Amerikaner fuhren immer tiefer in die Schlucht und wir folgten Ihnen. Dieser Ort war so unglaublich schön. Alles war so intensiv grün und das Wasser Kristall klar. Die Inder dachten, dass man um den großen Fels herumfahren könne und dann auf der anderen Seite wieder herauskam. Dem war aber nicht so. Wir kamen in einer Bucht an. Um uns herum ging es Steil hinauf. Ich hätte ewig dort bleiben können. Aus der Ferne hörten wir jedoch das Schiff einen lauten Rufton von sich geben und wir wussten es ist Zeit zurück zu kehren. Wir machten noch einige Bilder und paddelten dann langsam zurück.

Auf der Kajakplattform hatte die junge Tochter von den Amerikanern gewartet. Sie umarmte ihre Eltern und sagte, dass sie schon Angst gehabt hätte, weil wir solange weg gewesen wären. Wir fragten wie lange wir denn eigentlich weg waren. Sie sagte mehr als 90 Minuten…

Nachdem wir alle wieder auf dem Schiff waren durften wir noch im Wasser schwimmen gehen. Ich war die erste die rein sprang. Nach mir trauten sich auch alle anderen. Es tat gut ins kühle Nass zu springen. Ich spürte einmal einen etwas größeren Fisch und erschrak musste dann aber sehr lachen. Man sagte uns jedoch, dass wir nicht zu weit vom Schiff wegschwimmen sollten. Bald sollten wir auch erfahren warum. In einer Sekunde hatten wir noch sehr viel Spaß in der nächsten rief man uns zu ganz schnell aus dem Wasser raus zu kommen. Wir spürten, dass die Strömung stärker wurde und binnen zwei Minuten wurden schon die ersten Menschen weggetrieben. Sie schrien, weil die Strömung so stark war und selbst mir als gute Schwimmerin fiel es schwer zur Leiter zu kommen. Die meisten so wie auch ich schafften es noch rechtzeitig raus. Doch zwei waren hinters Schiff weggetrieben. Die Crew reagierte sehr schnell. Sie warf den zwei Menschen Rettungsringe zu und zog sie aus dem Wasser. Regen setzte ein und kurz darauf schüttete es in Strömen.

Trotz der Gefahr war die Bucht sehr beeindruckend. Eben war sie noch eine Idylle und nun war sie durch ihre starke Strömung und die Wellen sehr gefährlich geworden. Wir beobachteten auf dem Deck den Sturm – das unglaublich aufregende Naturschauspiel in der Halong Bucht.

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