Mũi Né – Teil 2

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich uns ein Motorrad mieten und zu den roten und weißen Sanddünen fahren. Unser Hotelbesitzer riet uns jedoch davon ab. In dieser Region hatte es vermehrt Vorfälle russischer Urlauber mit der Polizei gegeben. Die russischen Urlauber tranken nämlich eine ganze Menge und randalierten. So war es vorgekommen, dass ein Riese von Russe fünf Polizei Beamte verprügelt hatte. Deshalb kontrollierten Sie die Motorradfahrer sehr streng. Unser Hotelbesitzer erzählte uns, dass die Polizisten einen nach dem internationalen Führerschein fragen würden. Wenn man den nicht dabei hätte müsste man 500.000 VND zahlen, das sind ca. 18 €. Wenn man ihn dabeihätte, meinte er weiter, dann würden die Beamten einen anderen Grund finden. Somit kommt man also nicht drum herum diese 500.000 VND zu zahlen.

Wir entschieden uns für den Bus. Der war mit 18 VDN ein Vielfaches günstiger. Doch wir fuhren zu keiner Sanddüne, sondern bekamen den Tipp, dass der Strand an der „Nguyễn Cơ Trạch“ sehr schön sein soll. Also Sachen gepackt uns los geht’s! Moment… wann kommt der Bus? Alle halbe Stunde. Und wann genau? Stellt euch an den Straßenrand, dann sammelt euch der Bus auf. Das beantwortet nicht die Frage nach der Zeit aber gesagt getan. Wir stellten uns an unser lieblings Restaurant, gegenüber von unserem Hotel und warteten. Nach schon fünf Minuten kam der erste Bus. Hatte er die richtige Nummer? Wir winkten ihn einfach heran, weil wir es nicht genau erkennen konnten. Wir zeigten wo wir hin wollten und der Busfahrer schüttelte den Kopf und fuhr weiter. Okay also das war nicht der richtige Bus. Nächster Bus nächstes Glück – nach weiteren 10 Minuten kam noch ein Bus. Die nahmen uns mit.

Mũi Né – warten auf den Bus
Mũi Né – warten auf den Bus
Mũi Né – warten auf den Bus
Mũi Né – warten auf den Bus

Dieser Bus war einfach nur alt. Er ruckelte über die Fahrbahn mit einem unglaublichen Lärm und viel Musik. Wir mussten lachen. Hier kann keiner ruhig sitzen!

Wir fuhren mit dem Bus durch alt Mũi Né durch und weiter an den roten Sanddünen vorbei. Der Sand war dort genauso rot gewesen wie an dem Fluss – „Fairy Stream“. Der einzige Unterschied war man konnte hier mit Plastikschlitten die Dünen hinunter sausen. Also weiter ging es ruckelnd die Straße entlang. Außerhalb von Mũi Né kamen wir an Resorts vorbei und waren uns nicht sicher wann wir aussteigen sollten. Wir verließen uns darauf, dass die Busbegleiterin uns sagen würde wann wir raus sollten. Doch die war sehr lebhaft in ein Gespräch verwickelt mit einer Freundin. Plötzlich rief sie etwas dem Busfahrer zu. Ganz richtig: Wir waren zu weit gefahren. Sie bedeutete uns, dass unsere Haltestelle die letzte war. Da wir nur an den Strand wollten und nicht in ein bestimmtes Resort war das nicht schlimm. Wir liefen sogar noch ein bisschen weiter an der Straße entlang bis wir runter zum Strand abbogen. Dort genossen wir den Sand unter unseren Füßen und schlenderten als weiter. Irgendwann hatten wir Hunger und Durst, deshalb gingen wir doch wieder hoch zu Straße. Dort suchten wir nach einem Restaurant, jedoch gab es nur Resorts. Wir gingen in eins hinein und fragten, ob wir etwas zu trinken und zu essen bekommen könnten. Das Resort war fast leer. Nur zwei Frauen wurden im tanzen unterrichtet. Die Musik tönte über das ganze Resort. Mehr Besucher gab es nicht. Direkt am Strand waren Sitz- und Liegeflächen auf denen wir es uns bequem machten. Wir bestellten zu nächst nur eine leckere Kokosnuss. Mein Freund fragte nach Fleisch mit Reis-Gemüse ohne eine Karte gesehen zu haben. Während wir die Kokosnuss tranken, dösten wir etwas und genossen das Resort-Strandleben.

Mũi Né – Kokosnuss trinken im Resort

Wann immer wir eine Kokosnuss tranken haben wir sie uns anschließend in zwei hälften teilen lassen um das Kokosnussfleisch essen zu können. Einfach lecker!

Mũi Né – Stand

Nachdem wir im Meer baden waren zog wie jeden Nachmittag ein Gewitter auf. Es regnete schon sehr als wir auf die Straße traten und nur in unsere Plastiküberzüge gehüllt an der Straße entlang laufen wollten bis der Bus an uns vorbei fahren würde. Wir hatten in dem Moment so unglaublich viel Glück! In dem Moment wo wir an der Straße ankamen, kam der Bus! Wir mussten nicht einmal eine Sekunde lang warten. Wir kletterten schnell rein und fuhren im strömenden Regen, mit unglaublich lauter Musik, wackelnd, ruckelnd und unglaublich glücklich zurück nach Mũi Né.

Mũi Né – Straße aus dem Bus

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