Kennst du deinen Vitamin D Wert?

Vitamin D ist das Sonnenhormon, das Glücksvitamin! Es bringt die Libido in Fahrt und wirkt auch als Antibiotika Ersatz. Ich bin bis zum Anschlag voll damit! Meinen Freund freut das und ich bin ganz beschwingt :-D. Wieso ich ganz frech diese Behauptung aufstellen kann und warum es sehr wichtig für dich ist deinen Vitamin D Wert zu kennen möchte ich dir in diesem Artikel erklären.

Erste Frage: Was sind typische Mangelsymptome?

  • Blässe
  • ständig matt
  • anhaltend müde
  • hoher Schlafbedarf
  • oder unruhiger, schlechter Schlaf
  • oder Sekundenschlaf im PKW
  • Antriebslosigkeit
  • Winterdepression
  • Frühjahrsmüdigkeit
  • Erschöpfung
  • Muskelzucken, Lidzucken
  • Wadenkrämpfe, Fußsohlenkrämpfe und andere
  • Schmerzen in der Nackenmuskulatur
  • regelmäßig Kopfschmerzen
  • Pollenallergie, Heuschnupfen
  • Fließschnupfen
  • chronische Nebenhöhlenentzündung
  • Schwindel
  • Übelkeit unter Belastung
  • Unsicherheit auf den Beinen
  • Schmerzen im Rücken und in den Leisten
  • Osteoporose
  • Spontan-Frakturen
  • Knochenbrüche, Trümmerbruch
  • Wirbelkörperfraktur
  • Unfruchtbarkeit bei Männern oder Frauen
  • Embryonale Missbildungen
  • Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt
  • Verstopfung und Wachstumsschmerzen im Kindesalter
  • Kreislaufstörungen in allen Altersstufen
  • Sonnenallergie und andere Allergien
  • Vegetative Dystonie
  • Autoimmun-Krankheiten
  • Krebs und Metastasen
  • Herzmuskelschwäche
  • (…)

Trifft hiervon etwas zu? Ihr Arzt sagt Sachen wie

  • „es ist alles nur psychisch“
  • „es ist der Stress“
  • „es liegt am Wetter“
  • „es ist ein unergründliches Schicksal“
  • „es liegt am Alter“
  • „es ist normaler Verschleiß“
  • „es ist typisch für das Kindesalter“
  • „es ist eine Depression“
  • „alle Laborwerte sind normal“
  • „es fehlt Ihnen nichts“

Dann gehen wir lieber zum nächsten Punkt:

Vitamin-D-Tagesbedarf

Zunächst einmal möchte ich die Frage stellen: wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin D? Nicht ganz einfach zu beantworten, denn mehrere Faktoren haben einen Einfluss:

  1. Lebensmittel
    Wie viel Vitamin D ist in den Lebensmitteln, die du konsumierst?
  2. Sonnenbaden
    Wie lange nimmst du im Sommer ein Sonnenbad?
    An wie vielen Tagen in der Woche?
    Wie bist du gekleidet in dem Moment?
    Verwendest du Sonnenschutzmilch?
    Welchen Hauttyp hast du?
  3. Supplemente
    Nimmst du Vitamin D Supplemente?
    Wie lange schon und in welcher Dosis?
  4. Bist du Krank, Schwanger, Stillzeit, Sportler…?

Vitamin D kann der Körper durch die Nahrung aufnehmen aber auch mit Hilfe von Sonnenlicht in der Haut produziert werden. Hinzukommt der Einfluss der Jahreszeiten und die persönliche Situation (Rauchen, Schwangerschaft, Wachstum etc.).

In der Theorie kann der Bedarf allein durch die Sonneneinstrahlung gedeckt werden. Hast du die Fragen oben für dich beantwortet? Wie oft bist du tatsächlich in der Mittagssonne, leicht bekleidet (im Badeanzug), ohne Sonnenmilch, für mindestens 10-30 Minuten draußen? Wahrscheinlich nur an deinen Urlaubstagen im Sommer, wenn du dir hoffentlich einen Urlaub in den südlichen Ländern gönnst und mal die Sonnenmilch vergisst. Ja ganz richtig! Vergiss mal die Sonnenmilch und die übertriebene Angst vor Hautkrebs.

Wichtig: Die Sonnenmilch blockiert die natürliche Vitamin D-Erzeugung der Haut.

In den nördlichen Breitengraden wird es im Winter mit der Vitamin-D-Versorgung knapp. Hier haben wir nicht genug Sonnenlicht, deshalb zieht der Körper aus den Speichern das benötigte Vitamin D sowie aus der Nahrung. Manch einer bekommt eine „Winter Depression“ oder anderen Menschen tuen die „Knochen weh“, wenn der körpereigene Vorrat, von unserem lieben Glücksvitamin, aufgebraucht ist. Viele Menschen werden müde und schlapp. Traurig ist auch, dass dieser Mangelzustand ein hohes Krebsrisiko mit sich bringt.

Anmerkung von Dr. med. Raimund von Helden, Delegierter der Ärztekammer in der KGK:

Die schlechte Nachricht ist, dass die erforderliche Menge von Vitamin D nicht mit den gesündesten Nahrungsmitteln erreicht werden kann. Weder Wintersonne, noch Nahrungsmittel, noch Supermarkt-Vitamine bringen Sie auf gesunde Werte. (http://www.vitamindelta.de/)

Tagesbedarf Vitamin D: Die offiziellen Empfehlungen

Die Theorie geht davon aus, dass sich der Vitamin-D-Bedarf je nach Hauttyp durch ein Sonnenbad von etwa 10-30 Minuten im Sommer decken lässt. Deshalb gibt es hier keine offiziellen Empfehlungen zur Ergänzung. Im Winter gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) viel zu niedrige Empfehlungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Warum ist die Empfehlung so gering?

So unglaublich es klingt: ein Rechenfehler ist daran schuld! Eine Studie aus dem Jahr 2014 deckte diesen Fehler auf. Dem amerikanischen Institute of Medicine war ein statistischer Fehler in der Auswertung von Studien zur Dosierung von Vitamin D unterlaufen.

Zwischenfazit

  • Die Deckung des Tagesbedarfs ist im Winter nur mit Nahrungsergänzungsmitteln möglich
  • Auch im Sommer können Nahrungsergänzungsmitteln nötig werden.
  • Die offiziellen Empfehlungen sind zu niedrig

Die Herleitung des Vitamin-D-Bedarfs

Wissen Sie warum ich die Naturwissenschaften so liebe? Weil hier nicht geraten wird sondern gemessen! Um festzustellen ob ein Mangel an dem lebenswichtigen Vitamin besteht wird heute der Vitamin-D-Spiegel im Blut gemessen. Gemessen wird hierbei, dass 25-OH-Vitamin-D. Durch die Messung bekommen wir einen Zahlenwert, den wir mit anderen Werten vergleichen und gezielt überprüfen können ob er steigt oder fällt. Somit sind nur noch zwei Fragen Relevant:

  1. Was ist ein optimaler Vitamin-D-Spiegel?
  2. Wie viel Vitamin D benötigen wir dafür?

Der optimale Vitamin-D-Spiegel

Ich orientiere mich hier an die Empfehlungen von Dr. med. Raimund von Helden. Er schreibt in seinem Buch „Gesund in sieben Tagen – Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie“ über viele neue Zivilisation‘s Krankheiten und wie sie durch eine gezielte Vitamin-D Therapie geheilt werden konnten.

Auf Seite 76 beschreibt er wie die oftmals, bei einem festgestellten Mangel, verabreichte Dosis von 1000IE zum Auffüllen der Speicher nicht ausreicht. Ganz im Gegenteil, der Mangel bleibt sogar bestehen.

Auf der Seite 78 gibt er Empfehlungen, die durch viele Tests ermittelt wurden, um auf die erforderliche Dosis zu kommen. Hierbei sei gesagt: nicht erschrecken. Dr. von Helden gibt hier eine Formel für die Anfangstherapiedosis und eine Formel für die Erhaltungstherapiedosis an.

Um die Anfangstherapiedosis zu ermitteln ist es zwingend erforderlich seinen 25-OH-Vitamin-D Wert zu kennen. Außerdem benötigen Sie für die Formeln einen Zielwert. Das ist der Wert den Sie bei ihrer nächsten Blut-Messung ungefähr sehen wollen. Dr. von Helden orientiert sich hierbei an Naturvölkern, die Blutwerte von 50-90 ng/ml erreichen. Dr. Strunz, empfiehlt mindestens über einen Wert von 40 ng/ml zu kommen. Bei Werten zwischen 150 bis 200 ng/ml werden in der Literatur Störungen durch überhöhte Calciumwerte im Blut beschrieben. Ab Werten von 300 ng/ml beginnt der toxische Bereich. Ein schwerer Vitamin-D-Mangel ist bei Blutwerten unter 20 ng/ml anzusetzen. Hier ist das Nervensystem angegriffen.

Das habe ich am eigenen Laib erfahren, denn Vitamin D hat mich Wach gemacht und als ich dann zu viel hatte wurde ich von der Einnahme der Pillen müde. Das ist aber nicht schlimm, denn Vitamin D wird ständig gebraucht und wenn die Einnahme unterbrochen wird sinkt der Wert im Blut wieder ab.

Deshalb benötigen wir die Erhaltungsdosis, denn wenn wir einmal unseren Zielwert erreicht haben wollen wir diesen Wert auch beibehalten. Die Formeln dienen als Richtwert. Deshalb muss der Vitamin D Wert nach ein paar Monaten kontrolliert werden und die Erhaltungsdosis angepasst werden.

Wichtig: Überprüfen Sie regelmäßig alle 1-2-mal im Jahr ihren Wert. Wenn sie unter einer chronischen Krankheit leiden dann sogar öfter.

Mein erster gemessener Wert war bei 30 ng/ml. Mittlerweile habe ich schon sehr viele Werte von meiner Familie und von Freunden gesehen und kam zu dem Ergebnis: Jeder, der nicht supplementiert, hat einen Mangel. Ein Arbeitskollege hatte sogar nur einen Wert von 5 ng/ml….

Das Buch von Dr. med. Raimund von Helden gibt es z.B. hier:

Die Formeln werde ich aus Respekt vor dem Autor hier nicht preisgeben. Es lohnt sich jedoch sein Büchlein zu kaufen. Viel Spaß beim Stöbern.

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