Heilfasten Herbst 2018

Heilfasten ist eine Therapieform aus der Natur, die bereits vor 1000 Jahren immer wieder zur Behandlung chronischer Gesundheitsprobleme als Entgiftungskur empfohlen wurde. Am 31.10.18 habe ich erneut angefangen zu Fasten. Was mich dazu bewegt hat und wie ich dieses Mal vorgegangen bin erzähle ich euch hier.

Kurzer Rückblick

Seit meinem letzten Fasten vor über einem Jahr habe ich weiter Intervall gefastet und am Anfang des Jahres 2018 sogar nur 23/1 gegessen. D.h. 23 Stunden lang nichts und dann nur eine Stunde am Tag gegessen. In dieser Zeit konnte ich einen größeren Muskelzuwachs verzeichnen habe aber auch allgemein zugenommen. Sie glauben mir nicht, dass man von nur einer Stunde am Tag mehr zunimmt? Nun ja an sich ist es simpel, der Körper verbraucht weniger Energie am Tag für die Verdauung – benötigt also auch weniger Energie. Über den Zweitraum von 3 Monaten habe ich so 3kg zugenommen aber auch zum ersten Mal in meinem leben richtig Armmuskeln und kein „Schwabbelspeck“.

Mein erstes Mal Fasten 2017 habe ich sehr vorschnell eingeleitet. Ich habe einfach von jetzt auf gleich aufgehört zu essen. Zuvor habe ich unterbewusst Intervallgefastet und plötzlich hatte das was ich tat einen Namen und dann gab es diese „Extreme“ Variante. Ich war total fasziniert von einem jungen Mann, der auf Youtube seine Fastenerfahrung mit der Welt geteilt hat. An dem Tag als ich das Video sah stoppte ich die Nahrungsaufnahme. Morgens war ich joggen gewesen, hatte anschließend noch ein sehr kleines Müsli, das ich bei einer großen Runde Wandern verbrauchte und dann war da dieses Video. Ich hatte keine „Aufbautage“ oder habe mich auch sonst nicht durch Einläufe auf das Fasten vorbereitet. Dafür habe ich während dem Fasten meinen Körper kennengelernt. Z.b. weiß ich heute wie wichtig Salz und alle Mineralien für mich sind. Als ich während dem Fasten das erste Mal eine Kalium Brausetablette nahm dachte ich, mein Freund gibt mir gerade Drogen, weil ich mich nach dieser Tablette so unglaublich gut gefühlt habe. Das gleiche geschah mit Salz, es war wie als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Ich fand es auch faszinierend, dass mir manch ein Wasser besser geschmeckt hat als anderes bzw. ich manches gar nicht trinken wollte. Auch das Salz von MC Donalds war widerlich! Ich bevorzugte meine Salzversorgung mit z.B. Meersalz.

Nach ein paar Tagen Fasten hatte ich damals dieses unglaubliche „Buddha-Gefühl“. Ich war innerlich ganz ruhig, war irgendwie ein Adler und konnte alles von oben aus einer neutralen Perspektive sehen. In dieser Stimmung sind Menschen zu mir gekommen und haben ihre Probleme oder Erlebnisse mir erzählt und ich saß oder stand da und hörte einfach zu – da war nichts weiter kein Gedanke wie „kann die nicht jemand anderen zutexten?“ oder „oh das ist ja interessant!“ Da war nichts. Nur dieses Gefühl. Ich stand oder saß kerzengrade, mir war warm und ich war ausgeglichen und im Reihen mit mir und meiner Umgebung.

Nun zu zurück zu meinem jetzigen Fasten:

Warum mache ich das?

Ja das habe ich mich auch gefragt. Manche bezeichnen es als die erste Fastenkriese. Die Frage ist berechtigt und wichtig, denn zum Abnehmen eignet sich das ganze NICHT! Klar man kann sehr einfach 1-2 kg Fett die Woche verlieren aber nur wenn man es richtig macht sonst verliert man seine wichtigen Muskeln. Zudem muss auch dazu gesagt werden, dass man nur das Gewicht hinterher hält, wenn man seine GEWOHNHEITEN ändert. Das gleich gilt für jede Diät und deshalb gibt es auch den JOJO- Effekt. Also gut: Warum dann? Ganz einfach um meinen Körper vor der Weihnachtszeit zu reinigen.

Was habe ich von meinen letzten Fastenerfahrungen angewendet bzw. was ist neu dazu gekommen?

Durch meinen Laufsport und das Krafttraining habe ich einen erhöhten Mineralienbedarf und mir deshalb das Basenpulver von Dr. Jacob´s gekauft. Auch wollte ich mir noch etwas Gutes tun und nehme seit Neustem nicht nur das Multivitamin / Mineralien Präparat „Mega Dayli one“, sondern zusätzlich von Dr. Strunz das „vitamineral32“. Durch die nun immense zufuhr von Mineralien und Vitaminen fühle ich mich noch besser. Ich werde häufig gefragt, woher weißt du wie viel du brauchst? Erstens ich mache sehr oft Blutanalysen und zweitens höre ich auf meinen Körper. Wenn ich nach dem Sport total erschöpft bin brauche ich MEHER. Dieses MEHR muss ich dann nur betiteln. D.h. ist es MEHR Magnesium? Allg. MEHR Mineralien? MEHR Vitamine? MEHR Aminos?… Jetzt habe ich mir durch das Basenpulver und das neue Vitamineral als Allrounder dazu genommen und fühle mich viel besser. Ich war vorher schon leistungsstark, aber jetzt ist es nochmal eine Steigerung und mit diesen neuen Basics fühlte ich mich gut vorbereitet für ein neues Fasten.

Beim ersten Mal Fasten habe ich anfangs nichts an Vitaminen und Mineralien zu mir genommen und mich deshalb müde und antriebslos gefühlt, hatte Kopfschmerzen und wollte am liebsten den ganzen Tag schlafen. Dieses Mal ist es anders. Ich nahm von Beginn an mein Basenpulver, die Vitamine und Aminosäuren. Interessanterweise steht diese Empfehlung auch im Buchinger Heilfasten unter „Eiweiß“. Hier steht zwar, dass es eher für geschwächte und ältere Menschen von Interesse sein kann, aber ich weiß von meinem ersten Fasten wie schnell mein Eiweiß weg war und ich habe kein Interesse an einem sehr tiefen Aminogramm.

Auch habe ich dieses Mal Gemüsesuppe getrunken und mit Sauerkrautsaft versucht meinen Darm weiter zu reinigen. Ob es was geholfen hat weiß ich nicht so richtig. Ich hatte durchgehenden Durchfall auch wenn nur ein bisschen und jedes Mal nach dem Sauerkrautsaft war er grün. Was mich sehr gestört hat war der ständige wiederkehrende Hunger nach der Gemüsebrühe und dem Saft. Normalerweise verschwindet er komplett nach zwei Tagen Wasserfasten aber dieses Mal blieb er. Ich hatte auch richtig Lust zu essen und musste mich immer wieder ans Fasten erinnern, das alles hatte ich beim ersten Fasten nicht.

Allerdings habe ich wieder ordentlich Kalium gefuttert. Kalium ist im Basenpulver eigentlich sehr gut vertreten, aber trotzdem bin ich zwei Mal morgens mit einem schweren Kopf aufgewacht und wusste: Ich brauche Kalium! In jeden Shake und Tee habe ich etwas Salz getan und spürte auch wie gut mir das tat.

Das Fasten habe ich auf eine Woche beschränkt, da ich mich nicht komplett leerfahren wollte aber die meiste Zeit ging es mir dieses Mal richtig gut. Sportlich musste ich mich wegen des Durchfalls einschränken. Joggen fiel komplett aus außer 10 Minuten auf dem Laufband im Fitnessstudio (Toilette war in der Nähe) dafür machte ich mehr Kraftübungen und benutzte jeden Muskel. Das ist wichtig denn der Körper funktioniert nach dem Motto: „use it or lose it!“ was so viel heißt wie benutze es oder verliere es. Die Muskeln werden abgebaut und nicht das Fett, wenn sie nicht benutzt werden. Beim Fasten ist es daher von Vorteil ein nicht erschöpfendes Krafttraining auszuüben. Hierbei werden am besten nur Körpergewichtsübungen gemacht oder kleine Gewichte benutzt und viele Wiederholungen durchgeführt. Der Muskel soll dabei nicht entkräftet werden!

Mein Fazit dieses Fastens:

Mineralien, Mineralien, Mineralien, …. Und noch mehr Mineralien!

Wenn der Körper Fett freisetzten soll brauch er z.B. Kalium, Kalium und Magnesium. Hast du das nicht wird der Körper eher das Muskelgewebe angreifen. Mir ging es deshalb viel besser da ich schon Wochen vorher mit dem Basenpulver aufgetankt habe. Das gilt übrigens auch fürs abnehmen!

Gemüsebrühe und Sauerkrautsaft hat mich nicht überzeugt. Klar es macht das Fasten einfacher, aber Sauerkrautsaft ist geschmacklich sehr anstrengend beim Fasten und nach beiden Getränken verspürte ich Hunger. Die Aminosäuren machten mich hingegen wach und puschten mich.

Gegen Müdigkeit und kälte hat joggen auf dem Laufband geholfen und nicht erschöpfendes Krafttraining. Ich weiß aber vom letzten Fasten, dass das manchmal nicht geht, weil schon nach fünf Schritten die Luft wegbleibt. Hier einfach ordentlich Aminos tanken, etwas Salz und Mineralien.

Interesse auch zu Fasten?

Wenn Dich das Heilfasten mehr interessiert kann ich dir das Buch „Jetzt einfach fasten: 10 Kurzprogramme für Dich, für sofort & fürs ganze Jahr – Dr. med. Dr. med. Ruediger Dahlke“ empfehlen. Er schreibt von mehreren Fastentechniken und ich konnte für mich lernen, dass es kein richtig oder falsch beim Fasten gibt.

Hast du noch Fragen zum Fasten? Dann schreib mir doch in einem Kommentar was dich interessiert. Ich freue mich!

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