2. Intermettierendes Fasten 23/1

Es sind nun zwei Jahre vergangen seit meinem ersten Beitrag zum intermittierenden Fasten 32/1. Seitdem habe ich sehr viel Neues über mich und das Fasten gelernt. Ich faste seitdem anders und esse ohne Regeln und wonach mir ist, achte dabei jedoch auf einen hohen Eiweißkonsum. Ich möchte meine neuen Erkenntnis mit dir teilen und erzählen wie und warum ich mich weiterentwickelt habe.

Wie faste ich jetzt?

  1. Es gibt keine Regeln und ich halte mich weniger an Uhrzeiten. Trotzdem esse ich selten vor 12 Uhr morgens und habe somit immer mindestens 16h gefastet.
  2. Montags esse ich nichts. Es sei den ich bin krank und habe dadurch früher Hunger. Trotzdem ziehe ich mich bis nach 12 Uhr, denn Fasten beschleunigt den Heilungsprozess. Deswegen hast du bei einer Grippe auch keinen Hunger.
  3. Wenn mir danach ist, esse ich nur einmal am Tag, manchmal bis zu 48 Stunden nichts.
  4. Morgens gibt es Mineralien, ab 10 Uhr trinke ich meinen Aminoshake und mittags meine Strunz-Vitamine ob ich nun esse oder nicht.
  5. Wenn ich mich zum Bouldern (Krafttraining) Samstag und / oder Sonntag morgens verabrede esse ich 1-2 Stunden vorher etwas.
  6. Beim Wandern brauche ich nichts zu essen. So kann ich auch sehr leicht den Hunger übergehen.

Warum bin ich abgewichen vom strickten 23/1?

Der Hauptgrund war mein weiblicher Zyklus.
Mein Zyklus war nach dem Absetzen der Pille sehr unregelmäßig und dauerte zwischen 40 bis 60 Tagen bzw. fiel manchmal ganz aus. Bevor ich mit 23/1 2017 gestartet habe war mein Zyklus bei ca. 35 Tagen, durch Eiweißreiche Lebensmittel (Quark, Fleisch, Fisch & Leber). Durch die größtenteils Vegane Ernährungsform in der ersten 23/1 Fastenperiode ist mein Zyklus wieder länger geworden. Das Blutbild damals ergab ein niedriges Gesamteiweiß. Ich fühlte mich zwar okay, aber meinem Hormonhaushalt ging es nicht gut.

Mittlerweile habe ich einen Bilderbuch 30 – Tage Zyklus. Wie habe ich das gemacht? Fasten tu ich immer noch aber anders und das war auch nicht der Grund warum mein Zyklus sich so verschoben hat. Der Grund war Eiweißmangel. Seit nun einem Jahr nehme ich täglich einen großen Aminoshake (20-80g) und konnte mich freuen wie sich jeder Zyklus weiter verbesserte. Die Aufnahme von den Aminosäuren ist durch den Shake besser und effektiver als die aus den Nahrungsmittel. Das liegt daran, dass der Shake nicht verdaut werden muss. Also Mädels, wenn ihr unter Zyklusbeschwerden leidet, gebt dem süßen Pulver eine Chance. Schmeckt wie Limonade.

Warum einen Tag in der Woche nichts essen?

Weil ich dadurch mein Gewicht halte. Ich esse meistens am Sonntag gegen 18 Uhr das letzte Mal und entweder erst am Montag um 18 Uhr wieder oder am Dienstag gegen 12 Uhr. Aufkommenden Hunger vertreibe ich mir durch einen Spaziergang/Lauf, Meditation, Yoga, Tee trinken… Der Hunger hält meistens nicht lange an und ist nur ein Zeichen von meinem Bauch »hey du ich bin leer!«. Na und? Es ist okay Leer zu sein. Ich finde, es ist ein tolles Gefühl. Mein Kopf ist frei und ich kann sehr fokussiert arbeiten.

Wann nutze ich gezielt 23/1?

In stressigen Phasen, wenn ich geistig fit sein muss, esse ich den ganzen Tag nichts und erst abends eine Mahlzeit. Gerade in Lernphasen, bei der Masterarbeit oder wenn ich jetzt arbeite und unterwegs bin, nutze ich es, dass mein Körper gelernt hat auch mal keine Mahlzeit zu bekommen. Dadurch bin ich leistungsstärker und wenn ich mal müde bin oder mir kalt wird, hilft ein kleines Workout oder eine fünf Minuten Meditation.

Was heißt kleines Workout?

Zweierlei – je nachdem wie viel Zeit ich habe gehe ich in der Mittagspause spazieren oder laufen. Beim Spazieren gehe ich dann gerne in den Park und mache ein paar Liegestützen gegen eine Parkbank, Kniebeuge, Ausfallschritte, Hampelmänner, Dips und/oder Burpees. Das ganze geht auch im Büro. Wem es unangenehm ist, kann die Toilette als Rückzugsort nehmen oder einen Aufenthaltsraum.

Wer wie ich viel am Schreibtisch sitzt, wird merken, dass der Bewegungsmangel den Körper auf Sparmodus umschalten lässt. Das ist fatal. Mit der Zeit wird wertvolle Muskulatur abgebaut nach dem Motto „use it or lose it“ und dadurch verbraucht der Körper in Summe weniger Kalorien, was wiederum dazu führt, dass man zunimmt, falls man gleich viel weiter isst. Auch fühlt man sich dadurch müde und schlapp. Deshalb bewege ich mich gerade in dem Moment wo ich mich am liebsten ins Bett verkrümeln möchte. Ich fange langsam an, um meinen Körper nicht zu überfordern. Hierbei immer daran denken, dass du auch einen kalten Motor erst aufwärmst, in dem du langsam los fährst, bis das Öl auf der richtigen Temperatur ist und dann kannst du Gas geben. Genauso muss dein Körper erstmal wieder warm werden, damit du dir nichts zerrst. Werde zum „slow runner“ und fühle in deinen Körper rein.

Was ist eine 5-Minuten Meditation?

Meditation ist so vieles, ein paar Tipps findest du hier:

  • Meditation fängt beim bewussten Händewaschen an. Hierbei kannst du dich ganz auf das fließende Wasser auf deinen Händen konzentrieren, die Temperatur und wie die Seife riecht.
  • Du kannst dich bewusst darauf konzentrieren, wie du gehst. Wie ist deine Körperhaltung? Lächelst du? Wie trittst du auf? Stampfst du oder setzt du behutsam einen Fuß vor den Anderen?
  • Wenn meine Augen gereizt sind, reibe ich gerne die Handflächen warm, lehne den Kopf an die Stuhllehne und lege meine warmen Hände auf die Augen. Atme bewusst ein paar Mal tief ein und aus und konzentriere mich darauf die angestrengte Augenmuskulatur locker zu lassen.
  • Beim Laufen visualisiere ich mir gerne einen Berg, den ich leicht und locker hoch renne. Dadurch werde ich schneller und egal wie trüb meine Umgebung ist, in meinem Kopf ist es wunderschön.
  • Morgens starte ich den Tag gerne im Schneidersitz. Ich habe mir dafür ein Meditationskissen genäht :D. Zunächst starte ich mit ein paar tiefen Atemzügen. Danach richte ich meine Aufmerksamkeit auf mir wichtige Projekte und stelle mir vor, wie ich sie schon vollendet habe. Wenn ich mich mal nicht fokussieren kann, helfen mir Affirmationen wie »Glück, Freude, Gesundheit« oder der Satz: „heute ist ein guter Tag“, um mich auf einen schönen Tag einzustimmen. Dasselbe kann man auch abends machen. Dabei reflektiere ich, was mir heute gefallen hat und was ich mir für das nächste Mal anders vorstelle.
  • Beim Autofahren höre ich ganz oft 432 hz meditations Musik, dadurch kommst du super entspannt zu deinem Ziel.

Was esse ich und warum?

Wenn ich esse, esse ich Bio Fleisch. Gemüse, Natur Jogurt, Schokolade und Brot, wenn mir danach ist. Hier muss ich noch mehr meinen Körper kennenlernen. Zu den Mahlzeiten gibt es momentan Darmkulturen. Ich habe festgestellt, dass dadurch meine Hautprobleme verschwinden. Diese kamen, seit ich denken kann, immer wieder und in unterschiedlichen Formen. Den letzten Sommer hatte ich heftige Ausschläge am ganzen Körper. Seit nun fast drei Jahren habe ich juckende Stellen unter der Haut. Deo oder aggressive Seifen verwende ich schon eine Ewigkeit nicht mehr. Erfahrungstechnisch konnte ich den Zucker weglassen und hatte es mal mehr oder weniger trotzdem. Auch Gluten und Milchprodukte haben bei mir keinen Unterschied gemacht. Aber vielleicht bei dir? Die Darmkulturen ließen jetzt alles in kurzer Zeit ausheilen. Mal sehen wie lange ich sie nehmen muss.

Vor dem Bouldern gibt es Kohlenhydrate und / oder Zucker. Auf Eiweiß/Fett, sprich Steak, zu Bouldern geht »in die Hose«. Wenn ich keinen Hunger habe helfen mir die Müsliriegel von Hafervoll, die sind so mega lecker 🤤 und ersetzen eine komplette Mahlzeit:

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass du mit einer kleinen Mahlzeit dein Fasten brechen und dann mindestens eine Stunde warten solltest, bevor du weiter isst, um ein überfressen zu vermeiden.

Welche Tipps habe ich für dich?

  • Versuche immer die 16 Stunden einzuhalten aber stresse dich selbst nicht, wenn es mal nicht geht.
  • Fange zu meditieren an, egal in welcher Form.
  • Setze dir kleine Ziele und höre auf deinen Körper, das ist wichtiger als jede Ernährungsphilosophie.

Hast du noch mehr persönliche Fragen? Dann schreib mir, ich antworte dir gerne.

P.S. Mit * gekennzeichnete Links sind Amazon Links, angeblich bekomme ich Geld, wenn ihr darüber bezahlt. Noch habe ich keinen Cent verdient und das ist auch nicht mein Wunsch. Der Preis bleibt für euch der gleiche!

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