Cholesterin Angst? Neues Wissen auf den Punkt gebracht

In meiner Familie mütterlicherseits verursacht erhöhtes Cholesterin für Sorgen. Es heißt, es ist vererbt und man könne nichts tun. Aber stimmt das? Oder gibt es doch Möglichkeiten ein zu hohes Cholesterin zu senken? Was macht das Cholesterin eigentlich im Körper? Und ist Cholesterin wirklich schädlich? Welche Blutwerte sind relevant? Und welche Lösungen gibt es, um es zu senken?

An sich ist Cholesterin ein unentbehrlicher Rohstoff für den menschlichen Körper, für die Bildung bestimmter Hormone. Jedoch wird immer vor zu hohem Cholesterin angst gemacht und man solle doch wegen des vielen Cholesterin auf Eier verzichten. Was ist hier richtig?

Erhöhte Cholesterinwerte können vererbt sein. Wenn schlanke Menschen trotz viel Bewegung und gesunder Ernährung dauerhaft zu hohe Cholesterinwerte haben, kann eine sogenannte familiäre oder primäre Hypercholesterinämie vorliegen. Sie gehört in Deutschland zu den häufigsten genetischen Stoffwechselerkrankungen.

Wie Sie vielleicht wissen, gibt es das Gute Cholesterin HDL und das oft als Böse bezeichnete Cholesterin LDL, das kann (nicht muss) gefährlich werden. LDL-Cholesterin wird eben erst dann gefährlich, wenn gleichzeitig Lipoprotein(a) vorhanden ist. Das ist der Risikofaktor für Herzkrankheiten, wie den Herzinfarkt.

Wenn man nun Lipoprotein (a) messen würde, woran erkennt man einen kritischen Wert?

Anlässlich des 84ten Jahrestagung der DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) 2018 wurde ein eigenes Symposium über Lipoprotein abgehalten. Dort wird berichtet, dass

  • bereits nur 30 mg/dl (also 75 nmol/l) als Risiko gilt. Dann sei zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit einer Aortenklappenstenose um 95% erhöht. Die Zahl kennen Sie von Ihrem Laborbogen.
  • Werte über 60 mg/dl (also 150 nmol/l) mit Sicherheit gefährlich sind. Das Risiko für koronare Herzkrankheit steigt bei diesem Wert steil an. Infarkte kommen bei diesem Wert drei bis vierfach häufiger vor.

Dieses Zusammenspiel ist entscheidend. In der folgenden Tabelle wunderschön zu sehen ist in der linken Spalte ein Mensch mit (angeboren) sehr hohem Cholesterin von fast 400. Der trotzdem völlig Gefäß-gesund sein kann. Aus der Tabelle entnehmen Sie, dass auch ein 400-er Cholesterin erst dann gefährlich wird, wenn Lipoprotein (a) erhöht ist. Bei dieser Messung war der Grenzwert für Lp (a) 30. Also über 30: Lebensgefährlich.

Blutwerte Cholesterin und Lipoprotein (a), Quelle: Strunz, Der Schlüssel zur Gesundheit

Was kann ich tun um Lipoprotein (a) zu senken?

Zunächst müssen wir noch ein bisschen was verstehen, bevor ich diese Frage beantworten kann. Das Lipoprotein (a) ist auch ein natürlich vorkommender Stoff. Damit sei gemeint, auch er hat seine Aufgabe im Körper. Die Medizin hat die These, dass er an der Wundheilung beteiligt ist. Außerdem ist er für Fett Transporte im Blut verantwortlich. Wenn man davon jetzt zu viel in seinem Blut hat, ist das an sich noch kein Problem. Dr. Strunz schreibt in seinem Buch, „Der Schlüssel zur Gesundheit“ den stimmigen Zusammenhang, dass erst „dieses LDL-Cholisterin zusammen mit Lipoprotein (a) (…) an der Gefäßwand ankleben“ muss. Weiter schreibt er: „Die muss also rissig sein, das heißt entzündet. Und das kann man verhindern. Man kann also alle fettigen Risikofaktoren in sich tragen, das Ankleben aber abwenden.“

Nun verknüpfen Sie Lp (a) immer mit den Blutgefäßen im Herz. Aber bitte denken Sie auch daran, dass ihre wundervollen Blutgefäße durch den ganzen Körper ziehen! Sie gehen überall hin, bis in die Fingerspitzen und versorgen Sie somit mit wertvollen Stoffen (Sauerstoff). Die Halsschlagader versorgt das Gehirn, Verengungen haben Krankheiten wie Demenz zur Folge. Oder in die andere Richtung, in die Beine gedacht, Stichwort Amputation, kommt täglich in Deutschland vor.

Um die Blutgefäße geschmeidig werden zu lassen, verweist Dr. Strunz auf genetisch korrekte Ernährung. Damit meint er ausschließlich Frisches, nur Bio und kaum Kohlenhydrate (Low/No Carb). Zudem soll Bewegung den Cholesterinspiegel senken und eventuell doch vorhanden Zucker aus der Ernährung verbrennen. Das heißt auch die „gefährlichen“ Eier sind oft auf dem Teller – bei mir zumindest fast täglich.

So. Jetzt habe ich aber Menschen im Bekanntenkreis, denen ist es egal was sie essen und denen ist Bewegung auch nicht sonderlich wichtig. „Gib mir eine Pille!“ Das ist leider kaum / keine Eigenverantwortung, aber okay „Challenge Exepted“, deshalb kurz und knackig, was ich bei meinen Versuchskaninchen erfolgreich ausprobiert habe:

Bei meinen lieben Mitmenschen hat verschiedenes zum gewünschten Erfolg geführt. Jeder Mensch ist ein Individuum(!). Zunächst habe ich mich an die Empfehlung des doppelten Nobelpreisträgers Professor Pauling gehalten. Nach ihm kann man das Ankleben dieses zähen Fettes an der Innenseite der Blutgefäße verhindern, mit genügend Vitamin C (was ist genügend?) und mit genügend Lysin, einer Aminosäure. Ich empfehle meistens 10g Vitamin C pro Tag. Viele Molekularmediziner empfehlen 10 – 18 gramm Vitamin C als normale Tagesdosis, wenn man keine Krankheiten hat. Also, völlig gesund ist. Deshalb darf man auch ruhig mehr nehmen. Wichtig ist nur, dass es über den Tag verteilt eingenommen wird, da der Körper so viel Vitamin C auf einmal nur bei sehr großer Krankheit wie Krebs aufnehmen könnte. Das erstaunt Sie? Dr. Cathcart hat bei seinen über 30.000 Patienten festgestellt, dass bei verschiedenen Krankheiten unterschiedlich viel Vitamin C vertragen wird. Einfach mal testen, mit einem Mückenstich oder dem nächsten Sonnenbrand. 5 gramm Vitamin C Pulver in einem Glas anrühren und solange alle 15 Minuten einen Schluck trinken bis das Jucken / brennen aufhört. Wenn die 5 gramm nicht reichen, noch ein Glas. Dazwischen aber bitte immer normales Wasser trinken.

Mit Lysin und Vitamin C sind Sie geschützt und was ist, wenn man so sehr aber will, dass die Zahlen fallen? Dass das Cholesterin sinkt? Seine Gefäße geschmeidiger, das Blut dünner, die Entzündungen niedriger … das sind unsere Wünsche richtig?

Unabgängig davon, dass auch Vitamin C Entzündungen minimiert, hat bei zwei Personen von meinen lieben Mitmenschen Niacin, ein B Vitamin, geholfen. Hier mussten aber hohe Dosen eingenommen werden. B Vitamine können nicht überdosiert werden. Wenn der Körper sie nicht braucht werden sie ausgeschieden. Eine Dame hat ihren Hausarzt mit ins Boot geholt und ihn nach der Dosierung gefragt. Er hat sie ermutigt 4000 mg Niacin für zwei Monate einzunehmen. Und siehe da, das Cholesterin sank. Mittlerweile ist sie bei einer Dauerdosis von 500 mg pro Tag. Dabei spielt es keine Rolle, ob man ein Präperat mit oder ohne „Flush“ einnimmt. Bei allen anderen war mein erster Input Omega 3. Diese Meneschen hatten schon nach 1-3gramm Omega 3 das Cholesterin erfolgreich gesenkt. Mineralien wie, Magnesium und Kalium können hier auch helfen.

Haben Sie auch einige neue Erkenntnisse hier gelernt? Was haben Sie schon ausprobiert?

Quellen:

Dr. Strunz, Neues zu Lipoprotein (a); Datum: 15.08.2018;
URL: https://www.strunz.com/news/neues-zu-lipoprotein-a.html

Buch: Dr. Ulrich Strunz, Der Schlüssel zur Gesundheit: Erfahrungen und Überzeugungen eines passionierten Arztes 

Buch: Dr. med. Robert Cathcart, MD on Vitamin C – 30.000 Patients: Herausgegeben von der Bürgervereinigung Orthomolekulare Aufklärung Isernhagen, 2018

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